Trainerin Annika Straub hatte die richtige Vorahnung. Wenige Tage vor den Westfälischen Hallenmeisterschaften sah sie mit Blick auf die Meldeliste des Dreisprungwettbewerbs der M15 eine mögliche Titelchance für Rafael Hesse. Aus der Vision wurde schließlich Wirklichkeit. Doch Mehrkampftalent Hesse, der kaum Erfahrung in der Disziplin besitzt, wurde nicht nur Westfalenmeister. Der Dritte der deutschen Meisterschaften von 2025 im Neunkampf der M14 setzte sich auch mit herausragenden 11,65 Metern auf Platz drei der aktuellen deutschen Bestenliste seiner Altersklasse. Mit diesem Spitzenresultat ihres Musterschülers hatte Straub überhaupt nicht gerechnet.
Neben Hesses Gold freute sich das Soester Team noch über einen weiteren Medaillengewinn im Dreisprung durch U18-Athletin Nia Ferige, die wie ihr Mannschaftskollege eine persönliche Bestleistung erzielte und mit 10,81 Metern und lediglich einem Zentimeter Rückstand auf Platz zwei Dritte wurde. Auf dem vierten Platz im Kugelstoßen landete Mia Vollmer bei der weiblichen Jugend U20. Sie stieß die Vier-Kilo Kugel auf 9,81 Meter. Im 60-Meter-Sprint zeigten sich gleich vier LAZ-Sportler verbessert. Marie Rustemeyer setzte in der W14 ihren Aufwärtstrend der vergangenen Wochen fort und löste in 8,40 Sekunden das Finalticket, wo sie anschließend in 8,42 Sekunden unterwegs war.
Auch Greta Karsten (W14) steigerte sich wieder und ist jetzt bei im Vorlauf erzielten 8,49 Sekunden (Finale: 8,73 Sekunden) angelangt. Für Nia Ferige hieß es in Dortmund sogar zwei Mal Bestzeit, zunächst im Vorlauf mit 8,18 Sekunden, danach im Finale, wo die Uhren bei 8,14 Sekunden stoppten. Bei der männlichen Jugend U20 war Matthis Eckhoff über 60 Meter in 7,39 Sekunden ebenfalls so schnell wie nie zuvor.
Eine Schrecksekunde erlebte U20-Athlet Moritz Langenscheidt im 200-Meter-Sprint. Nach rund 150 Meter fasste er sich an den Oberschenkel und beendete das Rennen vorzeitig. Der Welveraner hatte einen Schmerz im Beugemuskel verspürt und reagierte sofort, um möglicherweise eine schlimmere Verletzung zu vermeiden. Trainer Florian Wendt bestätigte die Vorsichtsmaßnahme und hofft, dass der DM-Start seines Schützlings vier Wochen vor den Titelkämpfen im Sindelfinger Glaspalast nicht gefährdet ist. Langenscheidt hatte sich eine Woche zuvor in Dortmund über 400 Meter für die Deutschen U20-Hallenmeisterschaften qualifiziert. hab
Weitere Ergebnisse: Moritz Langenscheidt (m. J. U20): 60 Meter 7,28 Sekunden; Josefine Zickau (W14): 60 Meter 8,80 Sekunden; Matthis Eckhoff (m. J. U20): 200 Meter 23,68 Sekunden; Mia Vollmer (w. J. U20): 200 Meter 27,81 Sekunden.